Teamentwicklung

Das bekannteste Modell zur Beschreibung der zeitlichen Entwicklung eines Teams stammt von Bruce Tuckman, veröffentlicht 1965: Tuckman, Bruce W.: Developmental Sequence in Small Groups, Psychological Bulletin, vol. 63, 1965, pp. 384-399.

Teamentwicklung

Das bekannteste Modell zur Beschreibung der zeitlichen Entwicklung eines Teams stammt von Bruce Tuckman, veröffentlicht 1965: Tuckman, Bruce W.: Developmental Sequence in Small Groups, Psychological Bulletin, vol. 63, 1965, pp. 384-399.

Tuckman beschreibt darin die vier Phasen der Teamentwicklung:

  1. forming
  2. storming
  3. norming
  4. performing

Jedes neu zusammengesetzte Team durchläuft diese Phasen, wenn auch in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität. Im einzelnen bedeuten die Phasen:

Forming

Die Gruppe ist stark auf den Leiter fixiert und fordert von ihm FührungFührungDie Führung des Projektteams zählt wie die Projektplanung, das Projekt-Controlling oder die Steuerung zu den Grundaufgaben im Projektmanagement und wird deshalb dem oder der Projektmanager(in) übertragen. Nicht immer hat die Rolle des Projektmanagers aber die gleichen hierarchischen Befugnisse und Mittel wie sie zu einer Führungsposition im Linienmanagement gehören. ein, während Beiträge von anderen Teammitgliedern wenig beachtet werden. Individuelle Rollen, Rechte, Interesse, Zuständigkeiten usw. sind unklar. Es gibt noch keine definierten Arbeitsabläufe und SpielregelnSpielregelnEin Projektteam ist mehr als eine Ansammlung von Individuen. Es kann nur erfolgreich sein, wenn alle Mitglieder gemeinsam auf das Projektziel hin zusammenwirken. Hierzu werden stille oder offiziell vereinbarte Verhaltensweisen für die Kommunikation und die Zusammenarbeit (Spielregeln) benötigt. Wenn man den vierstufigen Gruppenprozess "forming - storming - norming - performing" zu Grunde legt, werden erst in der dritten Phase diese Spielregeln allgemein anerkannt. Für zielführende und effiziente Projektarbeit ist dies zu spät. bzw. sie sind noch nicht allgemein akzeptiert. Die Teammitglieder testen ihre Möglichkeiten und die Autorität des Leiters aus.

Storming

Das Team trifft nur sehr schwer Entscheidungen. Jedes Mitglied versucht, seine Position zu bestimmen, dabei können gravierende Konflikte entstehen. Auch der Leiter kann in Frage gestellt und herausgefordert werden. Das Ziel wird zunehmend klarer aber es bestehen noch viele Unklarheiten, vor allem über die Lösungsmöglichkeiten. Es können sich Cliquen und Fraktionen herausbilden, die sich in gegenseitigen Grabenkämpfen blockieren. In dieser Phase ist die Rolle des Teamleiters am meisten gefordert, der die gemeinsamen Ziele und geeignete Kompromisse aushandeln muss. Nach außen hin ist die Arbeitseffektivität des Teams in dieser Phase am geringsten. Wenn sie aber verkürzt oder übergangen wird, führt dies in der Regel zum späteren Scheitern der TeamarbeitTeamarbeitDie gemeinsame Arbeit von mehreren, in der Regel gleichberechtigten Personen an einer Aufgabe wird oft als Teamarbeit bezeichnet. Dabei können drei Grundkonstellationen unterschieden werden: die kollegiale Zusammenarbeit nach aktuellem Bedarf die tatsächlich gleichzeitige Bearbeitung einer Aufgabe durch das Team an einem Ort das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel mit verteilten Aufgaben, die im Team vereinbart werden und über die gegenüber dem Team berichtet wird. aufgrund aufbrechender und nicht lösbarer Konflikte.

norming

Rollen, Verantwortlichkeiten, Hierarchien, Aufgaben, Spielregeln usw. kristallisieren sich heraus und werden allgemein akzeptiert. Das Team trifft größere Entscheidungen gemeinsam, kleinere Entscheidungen werden an Einzelpersonen oder Untergruppen delegiert. Es entsteht ein Gefühl von Verpflichtung gegenüber dem Ziel und der Gemeinschaft. Das Team versteht sich nicht nur als ArbeitsgruppeArbeitsgruppeEine Arbeitsgruppe ist eine Organisationseinheit mit dem Zweck, einen Arbeitsauftrag auszuführen. Mitglieder einer Arbeitsgruppe sind Personen (persönliche Mitglieder) bzw. Stellen (geborene Mitglieder) deren Befugnisse, Verantwortungen und Aufgaben dafür geeignet sind, den Arbeitsauftrag der Arbeitsgruppe zu erfüllen., auch gemeinsame Freizeitaktivitäten sind möglich. Die Leitung wird allgemein akzeptiert und kann sich auf ModerationModerationMit dem Begriff "Moderation" grenzten sich die Begründer der partizipativen Methoden bewusst gegen den Begriff der "Gesprächsleitung" ab. Sie wollten damit zum Ausdruck bringen, dass alle Mitglieder gleichberechtigt am Diskussionsprozess teilnehmen (personenbezogene Neutralität) innerhalb der Arbeitsgruppe ein hierarchiefreier Raum besteht Störungen der Kommunikation und Konflikte während der Arbeitsprozesse gelöst werden, um die inhaltliche Arbeit nicht durch sie zu beeinträchtigen das Arbeitsergebnis eine Leistung des Teams und nicht des Leiters ist. Moderation ist also die neutrale, methodische Unterstützung von Arbeitsgruppen zur schnellen Erzielung optimaler Ergebnisse. und die Vertretung nach außen beschränken.

performing

Die Arbeitseffektivität des Teams hat ihren Höhepunkt erreicht. Jedes Mitglied ist sich seiner VerantwortungVerantwortungVerantwortung besteht aus den drei untrennbaren Bestandteilen Aufgabe, Befugnis und Rechenschaftspflicht. Es ist also nicht möglich, für die Durchführung einer Aufgabe ohne die entsprechenden Befugnisse (z.B. Zeichnungsrecht, Weisungsrecht) verantwortlich zu sein (sog. Kongruenzprinzip). Ebenso bedeutet Verantwortung, dass aus falschem Handeln oder Nicht-Handeln Konsequenzen wie z.B. Vertragsstrafen oder disziplinarische Strafen erwachsen. für das gemeinsame Ziel bewusst und handelt danach. Meinungsverschiedenheiten und Konflikte werden innerhalb der gefundenen Strukturen und Regeln gelöst. Das Team arbeitet weitgehend selbstständig und tritt auch nach außen klar für sein Vorhaben ein. Der Leiter hat im wesentlichen koordinierende Funktion und muss dafür sorgen, dass alle Mitglieder optimal ihre Aufgaben erfüllen können. Diese unterstützen sich gegenseitig und fordern bei Bedarf aktiv Unterstützung von der Leitung ein.

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