Wissensmanagement

Wissensmanagement ist die Identifikation, Aufbereitung, Sicherung, Pflege und Verteilung der erworbenen Erfahrungswerte einer OrganisationOrganisationDer Begriff "Organisation" wird in drei, eng miteinander verknüpften Bedeutungen verwendet: Organisation als System Die Aufgabe, innerhalb des Systems Prozesse und Strukturen zu gestalten. Die Struktur eines solchen Systems mit dem Zweck, deren Nutzen für die Organisation zu maximieren. Innerhalb eines Projekts hat das Wissensmanagement die zusätzliche Aufgabe, die durch das Projekt bewirkte Veränderung zum einen mit bestehenden Erfahrungswerten zu begleiten und zum anderen die dabei entstehenden Erfahrungswerte für die StakeholderStakeholderStakeholder (synonym: Projektbeteiligte, Interessensgruppen, Interessierte Parteien) sind: Personen, Personengruppen oder Organisationen, die aktiv am Projekt beteiligt sind oder durch den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflusst werden die gegebenenfalls den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflussen unter Berücksichtigung ihrer Berechtigungen zu sichern.

Wissensmanagement

Wissensmanagement ist die Identifikation, Aufbereitung, Sicherung, Pflege und Verteilung der erworbenen Erfahrungswerte einer OrganisationOrganisationDer Begriff "Organisation" wird in drei, eng miteinander verknüpften Bedeutungen verwendet: Organisation als System Die Aufgabe, innerhalb des Systems Prozesse und Strukturen zu gestalten. Die Struktur eines solchen Systems mit dem Zweck, deren Nutzen für die Organisation zu maximieren. Innerhalb eines Projekts hat das Wissensmanagement die zusätzliche Aufgabe, die durch das Projekt bewirkte Veränderung zum einen mit bestehenden Erfahrungswerten zu begleiten und zum anderen die dabei entstehenden Erfahrungswerte für die StakeholderStakeholderStakeholder (synonym: Projektbeteiligte, Interessensgruppen, Interessierte Parteien) sind: Personen, Personengruppen oder Organisationen, die aktiv am Projekt beteiligt sind oder durch den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflusst werden die gegebenenfalls den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflussen unter Berücksichtigung ihrer Berechtigungen zu sichern.

Aufgabenbereiche des Wissensmanagements

Probst, Raub und Romhardt benennen acht Aufgabenbereiche des Wissensmanagements (Probst, Raub und Romhardt: Wissen managen. Wie Unternehmen ihre wertvollste RessourceRessource" Ressource " bezeichnet im Projektmanagement ein für die Durchführung einer Aufgabe notwendiges Mittel. Dabei ist " Ressource " ein Oberbegriff sowohl für Mitarbeiter als auch für Sachmittel oder Finanzmittel. optimal nutzen, Frankfurt, 1999, 3. Aufl.).

Definition von Wissenszielen

Grundlage des Wissensmanagements für eine OrganisationseinheitOrganisationseinheitEine Organisationseinheit ist ein Element der Aufbauorganisation, das in der Regel im Organigramm ausgewiesen wird. Beispiele für Organisationseinheiten sind Unternehmensbereiche, Abteilungen, Niederlassungen oder Tochterunternehmen. Organisationseinheiten können selbst Organisationen sein. ist die auf die Unternehmensstrategie ausgerichtete Definition seiner Ziele. Damit die Organisation diese Ziele umsetzen kann, benötigt sie ein Managementsystem für Wissen.

Identifikation von Wissen

Entscheidender Faktor für die Identifikation von Erfahrungswerten ist die organisationsweite Transparenz für Informationen, d.h. die Beseitigung von Schranken für die Informationsweitergabe.

Wissenserwerb

Wissen als handelbares Gut kann einerseits in Form von dokumentiertem Wissen erworben werden und andererseits über Kooperationen verfügbar gemacht werden.

Entwicklung von Wissen

Neues Wissen entsteht beständig durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Gezielt wird neues Wissen durch Projekte erzeugt.

Distribution von Wissen

Hierfür gelten im übertragenen Sinne die Prinzipien der Logistik: das richtige Wissen, in der richtigen Detaillierung, in der richtigen Darstellung, am richtigen Ort, zur richtigen ZeitZeitZeit ist eine der zentralen Steuerungsgrößen des Projektmanagements und bildet neben Kosten und Leistungsumfang im sog. Magischen Dreieck einen der drei Eckpunkte. Mittlerweile sind Qualität, Risiko und Nutzen als weitere Steuerungsgrößen etabliert. Je nach Projektart ist der Faktor Zeit besonders kritisch, z.B. im Veranstaltungsmanagement oder bei Wartungs- und Instandhaltungsprojekten., für den richtigen Adressaten, mit dem richtigen AufwandAufwandAufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts. zur Verfügung zu stellen.

Verwendung von Wissen

Damit Wissensmanagement seinen Zweck erfüllen kann, muss es nutzenstiftend eingesetzt werden.

Bewahrung von Wissen

Die größte Herausforderung bei der Bewahrung von Wissen ist die DokumentationDokumentationDie Dokumentation eines Projekts ist die Zusammenstellung von Projektinformationen zum Zweck eines Projektaudits . Siehe Projektaudit . von Erfahrungswerten. Falls dies nicht gelingt geht Wissen durch Vergessen oder durch das Ausscheiden von Wissensträgern verloren.

Bewertung von Wissen

Um zu überprüfen, in wie weit die gesetzten Wissensziele erreicht werden, sind Messgrößen für das verfügbare Wissen erforderlich. Diese Messgrößen können sowohl quantitativer als auch qualitativer Art sein.

Wissensmanagement in Projekten

Einmaligkeit und Veränderung sind wesentliche Charakteristika von Projekten. Daraus folgt, dass sie Quellen von neuen Erfahrungswerten sind. Diese werden in Form von Lessons LearnedLessons LearnedDer innovative Charakter von Projekten bedingt, dass die Projektbeteiligten während eines Projekts beständig neue Erkenntnisse gewinnen. erfasst, dokumentiert und an das Wissensmanagement der TrägerorganisationTrägerorganisationDie Trägerorganisation eines Projekts ist diejenige Organisationseinheit, in die der Lenkungsausschuss des Projekts eingebunden ist. übergeben.

Wissensmangement bei PRINCE2®

PRINCE2® erklärt Wissensmanagement durch das Prinzip "Lernen aus Erfahrung" zu einer Kernaufgabe von Projekten. Umgesetzt wird es bei PRINCE2® durch das fortlaufend geführte Erfahrungsprotokoll und den abschließenden Erfahrungsbericht. Die erste durchzuführende TätigkeitTätigkeitTätigkeit, Aktivität oder Aufgabe im deutschen Sprachgebrauch entsprechen wohl am ehesten dem englischen "task" und bezeichnen die kleinste Arbeitseinheit innerhalb eines Arbeitspakets. Ein sinnvolles Kriterium ist, dass eine Tätigkeit von einer einzelnen Person durchgeführt werden kann. des ernannten Projektmanagementteams besteht in der Sammlung von bisherigen Erfahrungen, die für das geplante Projekt relevant sein können.

Wissensmanagement beim PMBOK® Guide

Der PMBOK® Guide definiert die "lessons learned documentation" als "organizational process asset" (übersetzt mit "Prozessvermögen der Organisation") und weist die VerantwortungVerantwortungVerantwortung besteht aus den drei untrennbaren Bestandteilen Aufgabe, Befugnis und Rechenschaftspflicht. Es ist also nicht möglich, für die Durchführung einer Aufgabe ohne die entsprechenden Befugnisse (z.B. Zeichnungsrecht, Weisungsrecht) verantwortlich zu sein (sog. Kongruenzprinzip). Ebenso bedeutet Verantwortung, dass aus falschem Handeln oder Nicht-Handeln Konsequenzen wie z.B. Vertragsstrafen oder disziplinarische Strafen erwachsen. für das Wissensmanagement im Projekt dadurch indirekt der Trägerorganisation zu. Die lessons learned documentation wird in zahlreichen Prozessen als Input und als Output aufgeführt, insbesondere als Input bei der Entwicklung des Projektauftrags und als Output beim Abschließen eines Projekts.

Wissensmanagement bei der IPMA ICB4

Die IPMA Individual Competence BaselineIPMA Individual Competence BaselineDie Individual Competence Baseline Version 4.0 (ICB4) der International Project Management Association (IPMA) hat die ICB 3.0 als Grundlage für die Zertifizierung von Projektmanagern gemäß dem vier Stufen umfassenden Zertifizierungssystem der IPMA ersetzt. (ICB4) führt Wissensmanagement als benötigtes Wissen im Kompetenzbereich "Perspective" in der Kompetenz "Compliance, standards and regulations" auf. Eine eigene, auf Wissensmanagement oder Erfahrungswissen ausgerichtete Praxis-kompetenz kennt die ICB4 nicht. Wohl aber verweist die ICB4 in einer Reihe von Kompetenzelementen auf die Notwendigkeit Erfahrungswerte zu sammeln oder sie zu verwenden.

Bewertungen

Gesamt
Bewertungen 10
Kommentare 0