
Walter Plagge
02.01.2014
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Gut, so sollte ich das nicht stehen lassen; ich kenne Firmen, die das Risikomanagement sehr ernst nehmen und es auch ordentlich umsetzen. Aber nach meiner Beobachtung überwiegen folgende Fälle:
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Gut, so sollte ich das nicht stehen lassen; ich kenne Firmen, die das Risikomanagement sehr ernst nehmen und es auch ordentlich umsetzen. Aber nach meiner Beobachtung überwiegen folgende Fälle:
Aber so gut wie immer steht dem die Forderung des Managements gegenüber, es mögen doch bitte alle das Risikomanagement ernst nehmen, weil es eine sehr hohe Bedeutung für die Firma habe. Angesichts dieser kognitiven Dissonanz stelle ich also die Frage anders:
Wenn Risikomanagement so wichtig ist: warum wird es dann so selten vernünftig gemacht?
Ich sehe dafür verschiedene Gründe:
Hinweise darauf gibt N.N. Taleb in seinen Büchern (Der schwarze Schwan, Antifragilität). Mit der ihm eigenen Rigorosität empfiehlt er (sinngemäß – ich erlaube mir eine freie Formulierung), das herkömmliche Risikomanagement „in die Tonne zu treten“. Ihm läge die Annahme von „Kasino-Risiken“ zugrunde, die mit dem Verhalten realer Risiken in einer realen Welt nichts zu tun hätten.
Seine Empfehlung ist, dass wir uns nicht so viele Gedanken über Ursache und Wahrscheinlichkeiten von Risiken machen sollten (genau das fordern ja alle gebräuchlichen Risikomanagement-Prozesse); die Welt sei viel zu kompliziert (bzw. komplex/chaotisch/evolutionär), als dass wir damit Erfolg haben könnten. Stattdessen sollten wir uns darauf konzentrieren, wie wir besser mit unerwarteten Vorkommnissen leben oder sogar davon profitieren könnten.
Und ich denke, daran ist viel Wahres (ca. 73%; als geschulter Projektmanager kann ich’s nicht lassen). Damit die Vorschriften zum Risikomanagement sinnvoll mit Leben erfüllt werden, sollten Unternehmen nicht einfach die sklavische Abarbeitung von vorgegebenen Prozessen fordern (soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben), sondern in Zusammenarbeit mit ihren Projektmanagern die relevanten Fragen beantworten:
Wie groß ist unsere Risikotoleranz tatsächlich? Brauchen wir das „klassische“ Risikomanagement wirklich, und wenn ja, wie viel davon? Haben wir es überhaupt mit Kasino-Risiken zu tun, oder tobt in unseren Projekten das unberechenbare Leben? Und schließlich: können wir uns so aufstellen, dass uns etwaige Risiken nicht mehr so weh tun?
So kämen wir vielleicht ein klein wenig weiter weg vom selbstreferentiellen Ausfüllen großer Excel-Sheets, hin zu sinnvollen Überlegungen und Maßnahmen, die es wert sind, als Lessons Learned für die Weiterentwicklung des Unternehmens genutzt zu werden.
02.01.2014
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wasi
02.01.2014