Für das Berichtswesen liegt ein Stichtag stets in der Vergangenheit. Für Berichte müssen die Daten von Projektbeginn bis zum Stichtag erfasste Ist-Daten sein. Für Prognosen (z.B. voraussichtliche Gesamtkosten des Projekts) und Planungen (z.B. Abnahmen) liegt ein Stichtag meist in der Zukunft. Hierbei enthalten die Daten auch Schätzwerte.

Die Festlegung von Stichtagen für die Auswertung muss berücksichtigen, mit welcher zeitlichen Auflösung die Istdaten erfasst werden. So können bei einer wöchentlichen AufwandserfassungAufwandserfassungBasis jeglichen Projekt-Controllings ist die aktuelle Erfassung der projektrelevanten Aufwände. Zu diesen gehören im einzelnen: Arbeitszeiten der Projektmitarbeiter Verbrauchsmittel Abschreibung für Abnutzung (AfA) oder getätigte Investitionen Sachgemeinkosten Personalgemeinkosten Honorare und andere Zahlungen an Dritte Gebühren (Patente, Lizenzen, Anträge an Behörden, usw.) die Stichtage für die Berichterstattung nicht auf den jeweils letzten Tag im Monat gelegt werden, sondern müssen auf die Kalenderwochen abgestimmt sein.

Weitere Arten von Stichtagen

Neben den Stichtagen für Projektberichte gibt es eine Reihe von Ereignissen im ProjektablaufProjektablaufDer Projektablauf ist der tatsächliche Verlauf des Projekts, während der Ablaufplan den geplanten Verlauf beschreibt. Im Gegensatz zur Projektplanung, geschieht die operative Projektarbeit im konkreten Projektumfeld. Den Schätzwerten der Planung treten die tatsächlichen Werte (für Personalaufwand, Zeit, Kosten) gegenüber. Projektleiter, Projektmanager, Lenkungsausschuss und andere Projektbeteiligte haben die Aufgabe, den Projektablauf möglichst nah an den Vorgaben des Ablaufplans zu halten., die implizit Stichtage definieren. So definieren z.B. Meilensteine, Phasenübergänge, Projektstart und Projektende ereignisbezogene Stichtage.

Bewertungen

Gesamt
Bewertungen 2
Kommentare 0