Projektmanagement in Non-Profit-Organisationen Der Logical Framework Approach in der internationalen Zusammenarbeit

Das Projektmanagement im Non-Profit-Bereich zeigt viele Parallelen zum "kommerziellen" Projektmanagement, allerdings gibt es auch einige Besonderheiten. Zu diesen gehört z.B. der Logical Framework ApproachLogical Framework ApproachDer Logical Framework Approach (LFA) ist ein Vorgehensmodell für Projekte, die eine starke Wechselwirkung mit dem gesellschaftlichen und politischen Umfeld aufweisen. Haupteinsatzgebiet des LFA sind öffentlich geförderte Projekte der Technischen Zusammenarbeit (Entwicklungshilfe). (LFA), ein wichtiges Instrument zur Planung und Durchführung von Projekten, das in der Wirtschaft weitgehend unbekannt ist. Der LFA wird von überstaatlichen und nationalen Organisationen eingesetzt, darunter die UN-Organisationen, die EU-Kommission und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Dr. Franz Donhauser stellt den LFA vor und erläutert seinen Einsatz am Beispiel eines fiktiven Projekts.

 

Projektmanagement in Non-Profit-Organisationen Der Logical Framework Approach in der internationalen Zusammenarbeit

Das Projektmanagement im Non-Profit-Bereich zeigt viele Parallelen zum "kommerziellen" Projektmanagement, allerdings gibt es auch einige Besonderheiten. Zu diesen gehört z.B. der Logical Framework ApproachLogical Framework ApproachDer Logical Framework Approach (LFA) ist ein Vorgehensmodell für Projekte, die eine starke Wechselwirkung mit dem gesellschaftlichen und politischen Umfeld aufweisen. Haupteinsatzgebiet des LFA sind öffentlich geförderte Projekte der Technischen Zusammenarbeit (Entwicklungshilfe). (LFA), ein wichtiges Instrument zur Planung und Durchführung von Projekten, das in der Wirtschaft weitgehend unbekannt ist. Der LFA wird von überstaatlichen und nationalen Organisationen eingesetzt, darunter die UN-Organisationen, die EU-Kommission und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Dr. Franz Donhauser stellt den LFA vor und erläutert seinen Einsatz am Beispiel eines fiktiven Projekts.

 

Das Projektmanagement in Non-Profit-Organisationen hat viele Parallelen zum "kommerziellen" Projektmanagement, allerdings gibt es auch einige Besonderheiten. Ein wichtiges Instrument im Non-Profit-Bereich ist der Logical Framework Approach (LFA), auch "Logframe" genannt. Dieser wird von überstaatlichen und nationalen Organisationen eingesetzt, z.B. von den UN-Organisationen, der EU-Kommission, der Weltbank, der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und von vielen Nichtregierungsorganisationen (NRO).

Der LFA ist ein Instrument zur Identifizierung, Planung, Durchführung und Evaluierung eines Projekts. Besondere Bedeutung hat dabei die Einbindung aller StakeholderStakeholderStakeholder (synonym: Projektbeteiligte, Interessensgruppen, Interessierte Parteien) sind: Personen, Personengruppen oder Organisationen, die aktiv am Projekt beteiligt sind oder durch den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflusst werden die gegebenenfalls den Projektverlauf oder das Projektergebnis beeinflussen. In der Planungsphase erarbeiten diese gemeinsam eine Projektplanungsübersicht, die zwischen Zielen, Ergebnissen und Aktivitäten unterscheidet und explizite Voraussetzungen enthält, die für den ProjekterfolgProjekterfolgGrundsätzlich gilt ein Projekt als erfolgreich, wenn es seine Ziele (Ergebnis, Termintreue, Budgettreue) erreicht oder übertroffen hat. Neben diesen objektiv messbaren Kriterien hängt die Beurteilung des Projekterfolgs aber auch vom Standpunkt des jeweiligen Stakeholders ab. erfüllt sein müssen. Diese Übersicht dient als Grundlage für die ProjektsteuerungProjektsteuerungProjektsteuerung ist die wichtigste Aufgabe des Projektmanagers während der Projektdurchführung und umfasst alle Tätigkeiten, die darauf abzielen, die Ist-Werte des Projekts (z.B. Termine, Kosten, Ergebnisse) innerhalb der gesetzten Toleranzen möglichst nahe an den Planwerten zu halten.. Anhand von Indikatoren, die in der Planungsphase festgelegt wurden, lässt sich nach der Durchführung überprüfen, ob die angestrebten Ziele erreicht wurden. Somit wird der LFA in allen Projektphasen angewendet.

Fokus auf Partizipation

Ein Merkmal des LFA ist, dass er besonderen Fokus auf den ProzessProzessEin Prozess ist nach ISO 8402 durch folgende Eigenschaften charakterisiert: Er besteht aus einer Menge von Mitteln und Tätigkeiten. Zu den Mitteln können Personal, Geldmittel, Anlagen, Einrichtungen, Techniken und Methoden gehören. Diese Mittel und Tätigkeiten stehen in Wechselbeziehungen Ein Prozess erfordert Eingaben. Ein Prozess gibt Ergebnisse aus. der Konsensherstellung zwischen allen Stakeholder legt. In Projekten der internationalen Zusammenarbeit arbeiten die EU sowie die oben genannten Non-Profit-Organisationen mit eigenständigen Partnern zusammen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Maßnahmen müssen deshalb in einem gemeinsamen, gleichberechtigten Vorgehen vereinbart und in enger Absprache durchgeführt werden. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass sie den politischen Vorgaben und Zielsetzungen aller beteiligten Organisationen entsprechen.

Da es außerdem für das Projektergebnis - anders als bei kommerziellen Projekten - keine Nachfrage auf einem kaufkräftigen Markt gibt, sollten nach Möglichkeit auch die Nutznießer der Projektergebnisse in die Planung einbezogen werden. Nur so lässt sich gewährleisten, dass das Projektergebnis dem Bedarf der Zielgruppe entspricht. Zur MotivationMotivation"Motivation" ist einerseits ein zentraler Begriff der Psychologie, der dort fachspezifisch zur Beschreibung menschlichen Verhaltens verwendet wird. Die Arbeitspsychologie wendet diesen Motivationsbegriff auf die spezielle Situation der Arbeitswelt an und versucht so, z.B. Regeln für Mitarbeiterführung zu entwickeln. aller Beteiligten setzt LFA deshalb auf Partizipation bei der Planung und während der Projektdurchführung.

Dieses Vorgehen passt auch zur Kultur in Non-Profit-Organisationen. Das Verhältnis zwischen ProjektleitungProjektleitungProjektleitung ist die temporäre Organisationseinheit zur Leitung eines Projekts. Die Projektleitung ist im Minimalfall nur mit dem/der Projektleiter(in) besetzt, es kann sich aber auch um eine umfangreiche Organisationseinheit mit eigenem Büro, ggf. sogar um eine eigene temporäre juristische Person handeln (z.B. GdBR oder GmbH). und -mitarbeitern entspricht oft der Stab-Linien-Projektorganisation der "kommerziellen" Projektwelt. In dieser OrganisationsformOrganisationsformDie Organisationsform charakterisiert die Art der Unternehmens- und Projektorganisation. Aus Sicht des Projektmanagements gibt es drei grundlegende Organisationsformen: reine Linienorganisation oder abteilungsorientierte Organisationsform Matrixorganisation reine Projektorganisation ist der Teamleiter mit wenig Macht ausgestattet und erfüllt im Wesentlichen eine koordinierende Funktion. In der Wirtschaft hat die Konsensherstellung keinen so hohen Stellenwert wie in der internationalen Zusammenarbeit, da die meisten Entscheidungen auch mit direktiven Mitteln durchgesetzt werden können. Das ist möglicherweise der Grund, weshalb der LFA in der Wirtschaft nur marginal eingesetzt wird.

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