Mit Moderation zu besseren Ergebnissen in Meetings, Prozessen und Entscheidungen Facilitation: eine Geheimwaffe im Projektmanagement?

Facilitation: eine Geheimwaffe im Projektmanagement?

Sie wünschen sich einen Katalysator für Gruppenprozesse, der zudem gute Ergebnisse und Prozesse sicherstellt? Facilitators und deren Facilitation-Prozess helfen Ihnen dabei. Bernhard Schloß zeigt, wie Facilitation zu besseren Meetings, Prozessen und Entscheidungen führt.

Management Summary

Mit Moderation zu besseren Ergebnissen in Meetings, Prozessen und Entscheidungen Facilitation: eine Geheimwaffe im Projektmanagement?

Facilitation: eine Geheimwaffe im Projektmanagement?

Sie wünschen sich einen Katalysator für Gruppenprozesse, der zudem gute Ergebnisse und Prozesse sicherstellt? Facilitators und deren Facilitation-Prozess helfen Ihnen dabei. Bernhard Schloß zeigt, wie Facilitation zu besseren Meetings, Prozessen und Entscheidungen führt.

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Was ist Facilitation?

Am Anfang steht ein Übersetzungsproblem: Die deutsche Version des PMBOKPMBOKPMBOK ist eine Abkürzung von Project Management Body of Knowledge.   (6th edition) übersetzt Facilitation mit Moderation (Project Management Institute 2017). Das ist richtig, greift aber etwas kurz.
In der 5th edition des PMBOK (Project Management Institute 2013) heißt es noch im Original: "Facilitation techniques have broad application within project management processes and guide the development of the project charter." Das lässt erahnen, dass dahinter noch mehr steckt.

Wörtlich heißt Facilitation so viel wie Ermöglichung oder Erleichterung. Facilitation soll einer Gruppe helfen, ihre Ziele zu erreichen, jedoch ohne dabei selbst – z.B. als Einzelperson – Partei zu ergreifen. Zielorientierung, Prozessorientierung und Neutralität sind die wesentlichen Merkmale von Facilitation. Mittels Facilitation haben wir bessere und effizientere Meetings, Entscheidungen und Problemlösungen. Wir können damit auch Prozesse moderieren, z.B. Lernprozesse.

Das hört sich doch gut an – auch für unsere Projektanforderungen, oder?

Facilitation ist nicht wirklich etwas Neues, gewinnt aber zunehmend an Einfluss und Bedeutung, je mehr wir Prozesse in Gruppen, Zusammenarbeit und Selbstorganisation thematisieren. Und das geschieht immer mehr, sei es in New Work, Managementtheorie, Verhaltensökonomie, agilem Management und vielen anderen Bereichen.

Der Facilitation-Begriff ist im angelsächsischen Raum bereits in den Siebzigern aufgetaucht. Historisch am Anfang der Facilitation stehen Meetings. Ein Klassiker zum Thema aus dem Jahr 1976 von Michael Doyle und David Straus heißt noch: "How to make meetings work!" (Doyle/Staus 1976). Und das wünschen wir uns doch alle: bessere und effektivere Meetings.

Wie funktioniert Facilitation?

Den Ausgangspunkt bildet die Gruppe. Aus psychologischer Sicht (von Rosenstiel 1992) besteht eine Gruppe aus mehreren Personen, die miteinander über einen längeren Zeitraum interagieren. Dabei kommt es zu einer Rollendifferenzierung zwischen den Teilnehmern der Gruppe. Verbunden sind die Mitglieder durch gemeinsame Normen, sei es freiwillig durch geteilte Werte und Vorstellungen oder eher formal, z.B. durch einen Arbeitsvertrag. Doyle und Straus beschreiben nun die Grundidee der Facilitation (s. Bild 1): Die Gruppe bekommt einen neutralen Facilitator, der den Prozess bzw. das Meeting führt, ohne sich selbst inhaltlich einzubringen. Im Originalmodell wird diese Rolle noch um eine zweite Rolle, der des Recorders, der (ebenfalls neutral) die Ergebnisse sichert und dokumentiert, ergänzt.

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