Burnout oder die große Erschöpfung

Teil 1:
Wie Sie Signale rechtzeitig erkennen und gegensteuern
Ehrgeizig, anspruchsvoll und leistungsbereit – viele Menschen mit diesen Eigenschaften bewältigen ein enormes Arbeitspensum, vernachlässigen dabei aber möglicherweise ihr Privatleben und ignorieren die Warnsignale ihres Körpers. Am Ende stehen häufig totale Erschöpfung, sozialer Rückzug und möglicherweise auch Depressionen – typische Symptome für einen Burnout. Aufgrund des meist hohen Leistungsdrucks durch enge Zeit- und Budgetvorgaben und des immer komplexer werdenden Arbeitsumfelds gehören auch Projektleiter zu den burnout-gefährdeten Personengruppen. Dr. Brigitte Gleich erklärt im ersten Teil ihres Beitrags, was Burnout ist, welche Warnsignale es gibt und wie Sie auf diese richtig reagieren.

 

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Artikelserie

  1. Wie Sie Signale rechtzeitig erkennen und gegensteuern
  2. Vorbeugen und Heilen

Burnout oder die große Erschöpfung

Teil 1:
Wie Sie Signale rechtzeitig erkennen und gegensteuern
Ehrgeizig, anspruchsvoll und leistungsbereit – viele Menschen mit diesen Eigenschaften bewältigen ein enormes Arbeitspensum, vernachlässigen dabei aber möglicherweise ihr Privatleben und ignorieren die Warnsignale ihres Körpers. Am Ende stehen häufig totale Erschöpfung, sozialer Rückzug und möglicherweise auch Depressionen – typische Symptome für einen Burnout. Aufgrund des meist hohen Leistungsdrucks durch enge Zeit- und Budgetvorgaben und des immer komplexer werdenden Arbeitsumfelds gehören auch Projektleiter zu den burnout-gefährdeten Personengruppen. Dr. Brigitte Gleich erklärt im ersten Teil ihres Beitrags, was Burnout ist, welche Warnsignale es gibt und wie Sie auf diese richtig reagieren.

 

Ein hohes Maß an Engagement, Freude am Beruf und das Gefühl, mit harter Arbeit (fast) alles bewirken zu können - vielleicht treffen diese Charaktermerkmale auch auf Sie zu. Das Burnout-Syndrom ist Ihnen zwar ein Begriff, aber Sie kennen nur andere, die davon betroffen sind. Wenn Sie eines Tages merken, dass Ihre Kraft nachlässt, ihr Enthusiasmus schwindet und Sie sich auch nach Wochenenden noch immer müde fühlen, kann das Thema "Burnout" für Sie von Bedeutung werden.

Stress, psychische Belastungen und Burnout verursachen in Deutschland Schätzungen von Krankenkassen zufolge Kosten in Milliardenhöhe durch Krankheitsbehandlungen und Produktivitätsausfall - mit steigender Tendenz. Da eine Erholung von einem ausgeprägten Burnout-Syndrom mehrere Monate oder sogar Jahre dauern kann, sollten erste Burnout-Symptome bereits so früh wie möglich behandelt werden. Aus diesem Grund ist eine Prophylaxe besonders wichtig. Dieser Artikel erklärt, was Burnout ist, woran Sie die typischen Symptome erkennen und wie Sie richtig auf die Warnsignale reagieren.

Welche Risikogruppen gibt es?

Lange glaubte man, dass vor allem Personen in so genannten "helfenden" Berufen, z.B. Pflegepersonal oder in Berufen mit hohem Leistungsdruck, wie z.B. Top-Manager, burnout-gefährdet seien. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass Burnout grundsätzlich jeden treffen kann. Besonders gefährdet sind leistungsbereite, engagierte und ehrgeizige Menschen, die hohe Anforderungen an sich und ihre Arbeit stellen. Aber auch Personen, die dauerhaft beruflich unter hohem Druck stehen oder starkem Stress ausgesetzt sind, können am Burnout-Syndrom erkranken.

Gerade bei der Projektarbeit bewegt man sich oft in einem solchen Spannungsfeld. Verträge sind im Projektgeschäft oft befristet und projektbezogen, die Mitarbeiter wechseln ständig, ebenso die Personalstrukturen und -hierarchien. Hinzu kommen Termindruck sowie komplexe und anspruchsvolle Aufgaben. Der ProjektmanagerProjektmanagerEin Projektmanager plant, koordiniert und überwacht ein Projekt - ein einmaliges, zeitlich begrenztes Vorhaben mit temporärer Organisationseinheit und einem konkreten Ziel . Je nach Größe des Projekts und den hierfür notwendigen Kenntnissen, der erforderlichen Arbeitskapazität und dem gegebenen Budget arbeitet ein Projektmanager allein oder mit einem Projektteam an seinem Vorhaben. Im Gegensatz zu Projektleiter/in ist "Projektmanager/in" nicht in der DIN festgelegt. Häufig werden die beiden Begriffe  Projektmanager  und Projektleiter gleichgesetzt, im englischen Sprachraum gibt es keine Unterscheidung. muss zwischen dem AuftraggeberAuftraggeberDer Auftraggeber eines Projekts ist der wichtigste Projektbeteiligte (Stakeholder). Er erteilt den Auftrag und ist der Vertragspartner, der über den Erfolg des Projekts endgültig entscheidet. und den Mitarbeitern vermitteln, Spannungen abfangen, Motivationsarbeit leisten und auch ungeliebte Maßnahmen gegen WiderständeWiderständeWiderstände gegen Organisationsentwicklungen sind Reaktionen einer Organisationseinheit auf Veränderungen mit dem Ziel, den bestehenden Zustand zu stabilisieren. Da Projekte definitionsgemäß eine Veränderung anstreben, sind Widerstände gegen die Umsetzung des Projektziels zu erwarten. durchsetzen - wobei er selbst in der Regel nur selten motiviert wird. Als Führungsperson erlebt er zudem Einsamkeit, Angst vor Versagen oder vor Gesichtsverlust. Selbst wenn Projektmanager gute Voraussetzungen für ihren Beruf mitbringen - Flexibilität, soziale und emotionale KompetenzKompetenzKompetenz ist kein eindeutiger Begriff. Er kann zum einen die Befugnis, zum anderen die Qualifikation bezeichnen, etwas zu tun. und ein hohes Maß an Frustrationstoleranz - besteht die Gefahr, dass sie ihre eigenen Grenzen überschreiten. Da Projekte zeitlich befristet sind, ist die Versuchung groß, die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen und die notwendige Erholung bis zum ProjektendeProjektendeDas Projektende ist der Termin , zu dem der Lenkungsausschuss ein Projekt für abgeschlossen erklärt. aufzuschieben.

Auch Freiberufler und Selbständige leiden immer häufiger unter Burnout-Symptomen. Neben ihrer eigentlichen Arbeitsbelastung müssen Sie meist erheblichen AufwandAufwandAufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts. für Akquise betreiben ohne dadurch eine sichere Auftragslage für die Zukunft zu schaffen. Zudem ist die Trennung zwischen Beruf und Freizeit nicht klar, im Krankheitsfall sind sie wirtschaftlich und sozial schlechter abgesichert als Angestellte und häufig haben sie wenig Möglichkeiten, sich mit Personen auszutauschen, die ihre Probleme und Sorgen aus eigener Erfahrung kennen. All das baut zusätzlichen Druck auf.

Wie entsteht Burnout?

Der Begriff "Burnout" wurde in den 1970er Jahren geprägt und bedeutet so viel wie "ausgebrannt". Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand chronischer körperlicher und seelischer Erschöpfung, deren Ursache meist eine andauernde berufliche Überlastung ist. Burnout ist als Krankheit anerkannt und wird in der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD 10) als "Zustand der totalen Erschöpfung" erfasst.

Die Meinungen darüber, wie Burnout entsteht, sind vielfältig. Wissenschaftlich ist diese Frage nicht endgültig geklärt. Klar ist jedoch, dass sich Burnout schleichend, über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt und nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Meist sind es mehrere - innere wie auch äußere - Faktoren, die dafür verantwortlich sind.

Äußere Faktoren

Äußere Faktoren, die einen Burnout begünstigen, können z.B. sein:

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Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 2:
Vorbeugen und Heilen
Immer mehr leistungsbereite und ehrgeizige Menschen leiden an einem so genannten Burnout. Aber was ist Burnout eigentlich und was kann man dagegen tun?

Alle Kommentare (1)

Guest

Was mich an der präventiv-Artikeln hier immer erstaunt / erschrickt: Das Problem wird überhaupt nicht im Unternehmen lokalisiert. Es wird auch nirgendwo geschrieben, wie man sich gegen überhöhte Ansprüche schützen kann. Sondern "achten Sie mehr auf sich". Das hilft aber gar nichts, wenn nicht gleichfalls die Belastung verringert wird - sei es durch NEIN-sagen, sei es durch schlichtweg weniger arbeiten oder andere schützende Massnahmen.