Gute Seiten - schlechte Seiten

Teil 3:
Qualität umsetzen

Bei der Umsetzung eines Qualitätsplans in die Realität sind meist Kompromisse notwendig. Diese müssen dokumentiert werden, sonst verliert man schnell den Überblick über das Projekt. Hilfreich sind dabei die Methoden des Konfigurationsmanagements. Dr. Georg Angermeier zeigt im dritten Teil dieser Serie, wie man mit Änderungswünschen und Verbesserungsvorschlägen umgeht, Verzögerungen vermeidet und den Projektverlauf nachvollziehbar dokumentiert. Die vorgestellte einfache Dokumentations-Lösung kann dabei als wirkungsvolles Instrument eingesetzt werden.

Gute Seiten - schlechte Seiten

Teil 3:
Qualität umsetzen

Bei der Umsetzung eines Qualitätsplans in die Realität sind meist Kompromisse notwendig. Diese müssen dokumentiert werden, sonst verliert man schnell den Überblick über das Projekt. Hilfreich sind dabei die Methoden des Konfigurationsmanagements. Dr. Georg Angermeier zeigt im dritten Teil dieser Serie, wie man mit Änderungswünschen und Verbesserungsvorschlägen umgeht, Verzögerungen vermeidet und den Projektverlauf nachvollziehbar dokumentiert. Die vorgestellte einfache Dokumentations-Lösung kann dabei als wirkungsvolles Instrument eingesetzt werden.

Wenn Kundenanforderungen und Geschäftsziele ermittelt sind und der QualitätsplanQualitätsplanDer Begriff des Qualitätsplans ist nicht genormt und findet sich auch kaum in Nachschlagewerken zum Qualitätsmanagement. Gebräuchlich ist er für das produktbezogene Ergebnis der Qualitätsplanung, in der Kriterien und quantitative Ziele sowie Methoden und Führungskonzepte zu ihrer Erreichung festgelegt werden. Der Qualitätsplan enthält somit die für die Qualität ausschlaggebenden Merkmale eines Produkts, wie sie gemessen und bewertet werden und zu welchen Zeitpunkten welche Ergebnisse erreicht werden sollen. Der Qualitätsplan ist damit Bestandteil des Qualitätsmanagementplans, der darüber hinaus auch den Weg dorthin und die damit verbundenen Führungsaufgaben definiert. vorliegt, ist der Grundstein für ein kundenorientiertes Internetangebot bereits gelegt. Die ersten beiden Teile dieser Serie haben gezeigt, wie wichtig QualitätsmanagementQualitätsmanagementQualitätsmanagement ist der Oberbegriff für alle Tätigkeiten, Führungsaufgaben und Methoden, die zur Planung, Sicherung, Verbesserung und Prüfung der Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung gehören. Der PMBOK(R) Guide 2004 zählt zum Project Quality Management die drei Prozesse Quality Planning, Perform Quality Assurance und Perform Quality Control. bereits bei der ZieldefinitionZieldefinitionZieldefinition ist die eindeutige, vollständige und überprüfbare Beschreibung aller Sollwerte eines Projekts der Prozess, die Sollwerte eines Projekts eindeutig, vollständig und überprüfbar zu beschreiben die Entscheidung, eindeutig, vollständig und überprüfbar beschriebene Sollwerte als verbindlich für das Projekt zu erklären und Planung eines Internetangebots ist. In diesem Beitrag geht es um die Produktion, bei der Qualitätsmanagement eine schnelle und kostengünstige Realisierung der Planung garantiert.

In Quest of Quality

Das englische Wort "quest" entspricht im Deutschen etwa den Worten "Suchen und Streben" und beschreibt somit recht gut die Situation des Qualitätsmanagements in der Realisierungsphase. Einerseits sind im Qualitätsplan alle Anforderungen an das Internetangebot genau beschrieben, andererseits kann Qualität nie in Reinform umgesetzt werden und es bedarf stets mehr oder weniger schmerzhafter Kompromisse.

Es gibt verschiedene Faktoren, die sich auf die Qualität eines Internetauftritts auswirken und auf die der Betreiber keinen Einfluss hat. Beispiele hierfür sind:

  • Marktakzeptanz. Die kontrovers diskutierte Verwendung von Cookies ist ein gutes Beispiel für die Schwierigkeit, eine an sich sinnvolle Technik zum Nutzen des Kunden einzusetzen.
  • Heterogene Technik. Die Vielfalt der Browservarianten und Plug-Ins verhindern derzeit eine optimale Qualität von Internetangeboten.
  • Mangelnde technische Leistungsfähigkeit. Die faszinierende Idee von virtuellen Kundenberatern (Avataren), die einen offenen Dialog mit dem Nutzer führen können, scheitert bis jetzt an ihrer mangelnden technischen Leistungsfähigkeit. Eine sorgfältig gestaltete Suchfunktionen liefert derzeit eine höhere Qualität. Avatare reduzieren die Qualität einer Web-Site, da sie eine hohe Erwartungshaltung schaffen, die sie nicht erfüllen.

Aber auch firmenintern kann es Konfliktstoff geben:

  • Zielkonflikte innerhalb des Qualitätsplans. Ein klassisches Beispiel dafür ist Konkurrenz zwischen Corporate Design und Bedienungskomfort bei der Gestaltung einer Web-Site.
  • Vorgaben der Unternehmensführung. Beispielsweise können bestimmte technische Lösungen vorgegeben sein, die geringere Qualität als Konkurrenzprodukte aufweisen, z.B. ein bestimmtes Shop-System.

Die RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann). des Qualitätsmanagers

Damit die reale Web-Site mit Hilfe des erarbeiteten Rüstzeugs so nahe wie möglich an die geforderte Qualität herangesteuert wird, muss jemand die Rolle des Qualitätsmanagers verbindlich übernehmen.

Bei großen Web-Projekten wird sich schon von Beginn des Projekts an eine Person ganz dem Qualitätsmanagement widmen. Bei kleinen Projekten ist das Qualitätsmanagement während der Produktion eine Aufgabe, die am besten von einer Person übernommen wird, die nicht zum ProjektteamProjektteamDas Projektteam umfasst alle Personen, die aktiv am betrachteten Projekt beteiligt sind. Dies umfasst u.A. den Lenkungsausschuss , den Auftraggeber , den Projektmanager und alle Projektmitarbeiter gehört. Der Blick von außen erleichtert es, die Eigendynamik des Projektablaufes zu kontrollieren und das Projekt auf das ursprünglich vereinbarte Ziel zu lenken. Personen aus dem Projektteam selbst verlieren leicht den notwendigen neutralen Blick auf das Projekt.

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Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 1:
Warum Qualität im E-Business?
Web-Sites zum kommerziellen Erfolg führen bedeutet, die maximale Kundenzufriedenheit mit möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dazu ist ein Qualitätsmanagement notwendig, das zwischen den Geschäftszielen und den Kundenanforderungen vermittelt.
Teil 2:
Qualität planen

Was nützt der schönste Webauftritt, wenn der Kunde nicht findet, was er sucht? Eine konsequente Umsetzung des Corporate Designs und technische Raffinessen genügen nicht.

Teil 4:
Abschlusstests und neuer Produktzyklus

Damit die Website im realen Betrieb so läuft wie geplant, müssen in Testläufen Fehler aufgespürt und beseitigt werden. Dr.