Strategische Projektplanung mit Prognosen

Aufgabe des strategischen Projektmanagements ist es, Unternehmensziele in operativ handhabbare Teile aufzugliedern und Prioritäten für die Durchführung zu setzen. Gerade wenn mehrere Projekte geplantGeplantAttribut für alle Größen der Zeit- und Kostenplanung. Der englische Begriff "Scheduled" bezieht sich nur auf Größen der Zeitplanung. werden müssen, kommt der Abschätzung des Zeit- und Kostenaufwandes für das einzelne Projekt eine besondere Bedeutung zu, da der Einsatz knapper Ressourcen möglichst effizient zu erfolgen hat. Nur sehr eingeschränkt kommen bisher allerdings in Projektorganisationen bewährte Prognoseverfahren zum Einsatz, obwohl sich gerade hierdurch Unsicherheiten in der strategischen, prä-operativen ProjektplanungProjektplanungProjektplanung ist der Prozess, Ablauf, Umfang, Kosten, Ressourcen, Qualität und andere Aspekte eines Projekts zu planen. stark reduzieren lassen. Autor ist Torsten Pritz von der Pcubed GmbH.

 

Strategische Projektplanung mit Prognosen

Aufgabe des strategischen Projektmanagements ist es, Unternehmensziele in operativ handhabbare Teile aufzugliedern und Prioritäten für die Durchführung zu setzen. Gerade wenn mehrere Projekte geplantGeplantAttribut für alle Größen der Zeit- und Kostenplanung. Der englische Begriff "Scheduled" bezieht sich nur auf Größen der Zeitplanung. werden müssen, kommt der Abschätzung des Zeit- und Kostenaufwandes für das einzelne Projekt eine besondere Bedeutung zu, da der Einsatz knapper Ressourcen möglichst effizient zu erfolgen hat. Nur sehr eingeschränkt kommen bisher allerdings in Projektorganisationen bewährte Prognoseverfahren zum Einsatz, obwohl sich gerade hierdurch Unsicherheiten in der strategischen, prä-operativen ProjektplanungProjektplanungProjektplanung ist der Prozess, Ablauf, Umfang, Kosten, Ressourcen, Qualität und andere Aspekte eines Projekts zu planen. stark reduzieren lassen. Autor ist Torsten Pritz von der Pcubed GmbH.

 

Das strategische Projektmanagement dient als Bindeglied zwischen den allgemeinen strategischen Unternehmenszielen und dem operativen Projektmanagement, das der Umsetzung dieser Ziele dient. Aufgabe des strategischen Projektmanagements ist es daher, Unternehmensziele zu projektisieren, d.h. in operativ handhabbare Teile aufzugliedern und anschließend Prioritäten für die Durchführung einzuführen. Insbesondere in Mehrprojektumgebungen kommt dabei der Abschätzung des Zeit- und Kostenaufwandes für das einzelne Projekt eine besondere Bedeutung zu, da der Einsatz knapper Ressourcen möglichst effizient zu erfolgen hat. Nur sehr eingeschränkt kommen bisher allerdings bewährte Prognoseverfahren in Projektorganisationen zum Einsatz, obwohl sich gerade hierdurch Unsicherheiten in der strategischen, prä-operativen Projektplanung stark reduzieren lassen.

Priorisierung durch Vergleich und Abschätzung von Projektverläufen

Die herausragende Notwendigkeit für die Einbeziehung von Prognosen in die Projektplanung besteht insbesondere darin, aus einer Vielzahl möglicher Projekte jene auswählen zu können, die im Sinne der strategischen Ziele einer Organisation liegen. Da es unmöglich ist, für alle denkbaren zukünftigen Umweltzustände einen AlternativplanAlternativplanEin Ablaufplan , der alternativ zum beschlossenen Ablaufplan erstellt wurde. In der Regel ersetzt er bei Eintreten eines bestimmten Risikos den eigentlichen Projektplan. Zum Alternativplan gehören auch diejenigen Vorgänge, die benötigt werden, um ihn vorzubereiten. Die genaue Beschreibung, wann er in Kraft tritt und an Stelle des ursprünglichen Plans tritt, ist ebenfalls Bestandteil des Alternativplans. zu entwickeln, sollte man sich bei der Auswahl auf jene Projekte konzentrieren, deren zukünftiger, prognostizierter Projektverlauf am ehesten das übergeordnete Ziel erreichen hilft. Es gilt also, Projektverläufe abzuschätzen, miteinander zu vergleichen und auszuwählen. Um diesen ProzessProzessEin Prozess ist nach ISO 8402 durch folgende Eigenschaften charakterisiert: Er besteht aus einer Menge von Mitteln und Tätigkeiten. Zu den Mitteln können Personal, Geldmittel, Anlagen, Einrichtungen, Techniken und Methoden gehören. Diese Mittel und Tätigkeiten stehen in Wechselbeziehungen Ein Prozess erfordert Eingaben. Ein Prozess gibt Ergebnisse aus. zu rationalisieren, nutzt man die Möglichkeiten der Prognose.

Unsicherheitsstufen in der Projektplanung

Durch Prognoseverfahren versucht man alle Unsicherheitsfaktoren, die auf den Erfolg eines Projektes einwirken können, angemessen zu berücksichtigen. Ziel ist es, ein möglichst genaues Bild des zukünftigen Projektverlaufs vorzuzeichnen. Je nach DauerDauerDauer ist die Zeitdifferenz zwischen Endzeitpunkt und Anfangszeitpunkt einer Aktivität (z.B. Aufgabe, Vorgang, Projekt). Dauern können in kalendarischen Zeiteinheiten oder in Einheiten der Arbeitszeit angegeben sein. und KomplexitätKomplexitätKomplexität bezeichnet die Eigenschaft eines Systems , nicht deterministisch vorhersagbar auf Änderungen innerer oder äußerer Parameter zu reagieren des Projektes bestehen dabei unterschiedliche Grade von Unsicherheit.

  • Eine Situation bedingter Unsicherheit oder eine Unsicherheit ersten Grades liegt vor, wenn der zukünftige Projektverlauf sich nur in einer engen Bandbreite bewegt und weitgehend definiert ist. Dies trifft insbesondere auf zeitlich kurze Projekte mit wenigen eingesetzten Ressourcen zu. Oftmals fallen Produktänderungen oder -erweiterungen in diese Kategorie.
  • Lässt sich der zukünftige Projektverlauf innerhalb einiger weniger diskreter Szenarien beschreiben, so liegt eine Unsicherheit zweiten Grades vor. Die möglichen Projektverläufe lassen sich hierbei simulieren und direkt miteinander vergleichen. Bauprojekte fallen unter anderen in diese Kategorie.
  • Von einer Unsicherheit dritten Grades ist zu sprechen, wenn zwar die Bandbreite der möglichen Projektverläufe bekannt ist, aber keine Aussage mehr darüber gemacht werden kann, welcher Projektverlauf innerhalb eines Kontinuums eintreten wird. Die Markteinführung eines Produktes stellt zum Beispiel ein Projekt mit Unsicherheit dritten Grades dar, da die Annahme durch die Konsumenten und das Verhalten der Konkurrenz äußerst schwer abschätzbar ist.
  • Die vierte Kategorie umfasst alle Projekte, bei denen der Projektverlauf vollkommen unsicher ist. Hierunter fallen insbesondere Projekte der Grundlagenforschung. Projekte, deren Verlauf vollkommen unsicher ist, sind selten und tendieren meistens während des laufenden Projektes zu den Unsicherheitsgraden drei oder zwei.

Als Faustregel dürfte gelten, dass mit dem Neuigkeitsgrad eines Projektes auch die Unsicherheit über das Projektergebnis steigt.

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