Konfliktmanagement im Beruf

Teil 2:
So beugen Sie Konflikten vor

Konfliktmanagement im Beruf

Teil 2:
So beugen Sie Konflikten vor

Was kann der Teamleiter tun?

Ihm kommt beim Umgang mit Konflikten eine besondere RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann). zu. Mit verschiedenen Maßnahmen können Vorgesetzte einen fruchtbaren Boden für effektives Konfliktmanagement schaffen:

  • Erzeugen Sie ein Klima des Vertrauens. Alle Mitarbeiter sollten darauf bauen können, dass sie sich mit ihren Wahrnehmungen, Anregungen und anderen Anliegen, die für sie und das Team wichtig sind, getrost an ihren Vorgesetzten wenden können. Angst vor Nachteilen hält viele Mitarbeiter von einem solchen Schritt ab. Vorsicht: Wird Vertrauen einmal missbraucht oder enttäuscht, wird es schwierig, es wieder herzustellen. 
  • Ermöglichen Sie ein regelmäßiges Feedback unter der Leitung eines externen Moderators. Es gibt Vorschläge und Verfahren dazu, wie solche Gespräche ablaufen können und was dabei zu beachten ist. Ihnen widmet sich das Projekt Magazin in einer der nächsten Ausgaben. 
  • Lassen Sie beim klärenden Gespräch den Mitarbeiter reden, bevor Sie ihre eigene Meinung sagen. Denn wenn er vorher weiß, dass Sie anderer Ansicht sind, macht er vielleicht einen Rückzieher. Versetzen Sie sich in den anderen hinein, sehen Sie die Welt mit seinen Augen. 
  • Klären Sie bei Projektbeginn oder wenn Sie einen neuen Mitarbeiter bekommen, wer welche Ziele verfolgt. So können Sie Konfliktpotenzial orten und gleich in Gesprächen die Weichen richtig stellen. Dann wissen Sie auch, wo Sie im Arbeitsalltag wachsam sein müssen. Und Sie erfahren, wofür und mit wem Sie die einzelnen Mitarbeiter am effektivsten einsetzen können. 
  • Halten Sie ihre Mitarbeiter auf einem möglichst hohen Informationsstand über betriebliche und projektbezogene Entscheidungen. Wer sich vom Informationsfluss abgekoppelt fühlt, glaubt, er würde absichtlich übergangen. Der Betroffene reagiert unzufrieden und zweifelt an seinen Fähigkeiten, denn weshalb sollte er sonst aus dem Kreis der Informierten ausgeschlossen werden? Wie soll er sich für die Firma ins Zeug legen, wenn er nicht weiß, was geplantGeplantAttribut für alle Größen der Zeit- und Kostenplanung. Der englische Begriff "Scheduled" bezieht sich nur auf Größen der Zeitplanung. ist? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Chef zu Ihnen sagt: "Wir sagen dir schon Bescheid, wenn es etwas gibt, das du wissen mußt.” 
  • Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter die Projektziele versteht und jeder diese Ziele akzeptiert. Sobald jemand Anlass sieht zu hinterfragen: "Welchen Schwachsinn produzieren wir hier eigentlich?” sind Motivationsschwund und Streit vorprogrammiert. 
  • Klären Sie Meinungsverschiedenheiten über Vorgehen und Arbeitsmethoden des Teams vor Beginn der Zusammenarbeit. Nachdem die aus der Welt geschafft sind, muss die Teamführung die Marschrichtung vorgeben und diese klare Linie auch bis zum Schluss durchziehen. Ständige Kehrtwendungen frustrieren die Mitarbeiter. Nichtsdestotrotz: Keine Strategie der Welt ist gottgegeben. Äußert ein Mitarbeiter eines Tages einen begründeten Änderungsvorschlag, dann hören Sie ihm zu. Überzeugt Sie der Vorschlag, dann trauen Sie sich auch mal zu sagen: "Sie haben Recht, probieren wir es so." Das heißt nicht, dass Sie dabei Autorität verlieren. Im Gegenteil, Sie ernten Respekt und Vertrauen.
  • Bedenken Sie: Sie können es nicht allen Beteiligten recht machen!

    Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg,nur einen zum sicheren Misserfolg: Es jedem recht machen zu wollen. (Plato)

Download PDFDownload PDF

Jetzt Feedback geben und mitdiskutieren!

Wir würden uns über Ihre Bewertung und/oder einen Kommentar freuen ‒ nur so können wir Ihnen in Zukunft noch bessere Inhalte liefern.

Diese Funktion steht nur eingeloggten Nutzern zur Verfügung.
0 Kommentare anzeigen & selbst mitreden!
Gesamt
Bewertungen 0
Kommentare 0

Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 1:
Das alltägliche Wegsehen
Wegsehen hilft bei Konflikten nicht weiter. Sie können ganze Teams und deren Projekte lahmlegen, wenn niemand weiß, was zu tun ist.
Teil 3:
Soziale Kompetenz
Wie wird "Soziale Kompetenz" definiert? Dieser Teil der Serie sagt Ihnen, welche Eigenschaften Sie haben müssen, um sozial kompetent zu sein.

 

Teil 4:
Männer und Frauen: Ein hoffnungsloser Fall?
Im letzten Teil unserer Serie beschreibt die Autorin, warum es im Berufsalltag zwischen Mann und Frau so oft kracht und was Sie dagegen tun können.